Ana-Marija Markovina

„Ana-Marija Markovina, vero astro nascente nel panorama solistico internazionale.“ (Il Tempo, Rom)

„Wo man in diese Box hineinhört: das singt und perlt, rauscht und flüstert … das klingt insgesamt luzide und transparent, subtil im Pedal, (…). Vieles ist da: Geist und Witz, Spontaneität und Raffinement, Melancholie und Spritzigkeit.“ (Concerti)

„Ihr großer Klavierstil zeigte sich bei Franz Liszt, sie erinnerte hier an Paganinis virtuose Spielkunst, auf das Klavier übertragen.“ (Westfälische Rundschau)

„Dies ist ab sofort die erste Anlaufstelle, wenn es um die Klaviermusik des „für eine Legion geltenden“ Bach geht. (Fono forum)

„Es ist sogar so, dass Markovina darauf im besonderen Maße herausarbeiten kann, was heute an Carl Philipp Emanuel wieder fasziniert – gerade das Experimentelle und Unausgeglichene nämlich, das Antiklassische.“ (Die Zeit)

Ana-Marija Markovina ist eine authentische und unkonventionelle Künstlerin. Der Klassikbetrieb ist zu einem harten Geschäft geworden, sie aber hat nie aus dem Blick verloren, dass Musik Freiheit braucht, die Lust am Unkalkulierbaren und am Wagnis. Für sie ist der Mensch hinter der Musik immer Vorbild und Motivation.

Schon im Alter von vier Jahren wollte die gebürtige Kroatin, die seit ihrem zweiten Lebensjahr in Deutschland lebt, unbedingt Pianistin werden. Ihr Klavierstudium führte sie nach Detmold, Weimar und Berlin. Während dieser Zeit erweiterte sie ihre Perspektiven durch intensive Auseinandersetzung mit der Kunst-, Kultur- und Weltgeschichte. Wichtige Impulse – wie die technische Perfektion der „Russischen Schule“ oder die Aneignung der Tradition der „Wiener Schule“ – bekam sie von so bedeutenden Lehrern wie Vitaly Margulis, Anatol Ugorski und Paul Badura-Skoda.

Ana-Marija Markovina feierte umjubelte Konzerte mit vielen Orchestern in Deutschland, in Europa, Amerika und Asien, wie z.B. mit dem Oulu Symphony Orchestra (Finnland), der Philharmonie Stettin (Polen), Philharmonie Königsberg (Russland), der Radio-Philharmonie Bukarest, mit dem New Japan Philharmonic Orchestra. Ihr Japan-Debüt fand im Rahmen des Internationalen Piano Festivals in Yokohama statt, woraufhin sie in alle wichtigen Musikzentren Japans eingeladen wurde. Sie war u.a. Gast bei den Bach-Wochen Ansbach, beim Hamburger Bachfest, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Klavier-Festival Ruhr, Hohenloher Musiksommer, Beethovenfest Bonn, den Musikfesttagen in Frankfurt/ Oder, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Festspielen Europäische Wochen Passau, dem Internationalen Piano Stars Festival in Lettland und dem Festival Estoril in Portugal.

Ihre ausgiebige Konzerttätigkeit als Solistin führt sie regelmäßig an die wichtigen Spielorte wie die Philharmonie und das Konzerthaus Berlin, Laeiszhalle Hamburg, Beethovenhalle Bonn, Prinzregententheater und Herkulessaal München, Liederhalle Stuttgart, Meistersingerhalle Nürnberg, Glocke in Bremen und viele andere. Im Ausland spielte sie in den großen Sälen von Wien, Rom, Mailand, London, Amsterdam, Luxemburg, Bukarest, Sofia, Thessaloniki, St. Petersburg, Kiev, Taschkent, Managua, San Salvador, Panama, Mexiko, Guatemala, San José, Chicago, Washington DC, Tokio, Kioto, Osaka, Nagoya, Sapporo sowie in weiteren 20 Ländern.

Ihr Japan-Debüt fand im Rahmen des Internationalen Piano Festivals in Yokohama statt, woraufhin sie in alle wichtigen Musikzentren Japans eingeladen wurde. Sie war u.a. Gast bei den Bach-Wochen Ansbach, beim Hamburger Bachfest, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Klavier-Festival Ruhr, Hohenloher Musiksommer, Beethovenfest Bonn, den Musikfesttagen in Frankfurt a.d. Oder, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Festspielen Europäische Wochen Passau, der Semaine Sainte en Arles oder dem Internationalen Piano Stars Festival in Lettland.

Ihre Diskographie hält einige Überraschungen parat, so z.B. die Weltersteinspielungen der Gesamtklavierwerke von Hugo Wolf und Luise Adolpha Le Beau (bei Genuin), sowie Engelbert Humperdincks vierhändige Fassung von Wagners „Parsifal“ (Gramola, mit C. Garben). Auch ist die Auseinandersetzung mit der musikalischen Welt Carl Philipp Emanuel Bachs von großer Bedeutung für Ana-Marija Markovina: Im Februar 2014 erschien zum 300. Geburtstag des Komponisten auf 26 CD’s ihre Einspielung des gesamten Klavierwerks bei Hänssler Classic und erzeugte sowohl national als auch international ein riesiges Medienecho. Die Aufnahme wurde weltweit begeistert als ein diskographischer Meilenstein gefeiert und erhielt im Mai 2014 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Zahlreiche Rundfunk- und Fernseh-Aufnahmen in Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika, Russland und Asien, Konzert-Mitschnitte und weitere CD-Produktionen (Hänssler Classic, Sony Classical, Gramola, Marc Aurel, Genuin etc.) vervollständigen ihr Profil und dokumentieren ihre unverwechselbare Handschrift.

2017 wurde die Aufnahme des gesamten Solo-Klavierwerks von Anton Urspruch bei Hänssler Classic veröffentlicht und von den Medien und Feuilletons gleichermaßen gefeiert. 2018 sorgte die Einspielung des gesamten Solo-Klavierwerkes von Anton Bruckner – darunter 13 Weltersteinspielungen von Stücken aus Kitzlers Studienbuch, die nur als Faksimile existieren – für besondere Aufmerksamkeit. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen in Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika, Russland und Asien, viele Konzert-Mitschnitte und ihre mittlerweile über 40 CDs zählende Diskographie vervollständigen ihr Profil und dokumentieren ihre unverwechselbare Handschrift.

Zur Zeit bereitet Ana-Marija Markovina, neben anderen Projekten, die Aufnahmen der gesamten Solo-Klavierwerke von  Felix Mendelssohn Bartholdy vor.

Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Komponisten Stefan Heucke, dessen Variationen mit Haydn op. 85 sie 2017 unter der Berliner Reichstagskuppel uraufführte. 2018 folgte die Uraufführung von Heuckes 3. Sonate beim Hohenloher Kultursommer und ihr umjubelter Auftritt mit den Variationen op. 85 am 3. Oktober 2018 zum Festakt des Tags der Deutschen Einheit im Alten Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Bonn auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im Dezember 2019 hat sie in Amsterdam Stefan Heuckes Diabelli-Variationen uraufgefüht – im September 2021 folgt die Uraufführung von Heuckes Klavierkonzert mit dem Symphonieorchester Münster unter der Leitung von Golo Berg.

Im Frühjahr 2019 erschien ihre neueste CD mit den Klavierkonzerten von Edvard Grieg und Franz Berwald bei Hänssler Classic, gespielt mit dem Schleswig-Holsteinischen Landesorchester unter der Leitung von Peter Sommerer. Im Mai spielte sie beim Eröffnungskonzert des Hohenloher Musiksommers die Uraufführung des für sie geschriebenen Klavierkonzerts des Mailänder Komponisten Federico Biscione mit der Russischen Kammerphilharmonie unter der Leitung von Juri Gilbo.

 

Ana-Marija Markovina widmet sich mit großer Passion der pädagogischen Arbeit. Ihre weltweiten, internationalen Meisterkurse ziehen eine große Anzahl von Teilnehmern an. Sie verfügt über ein außergewöhnliches Einfühlungsvermögen, was Persönlichkeit, den Ausbildungsstand und das Können der Studenten und Schüler betrifft. Auf den Aspekt eines allgemeinen Bildungsfundaments legt die Pianistin besonderen Wert.

Ein Hauptakzent ihrer Arbeit besteht in der Auslotung der Psychologie der Komponisten und in der Erforschung der Seele ihrer Werke. Im Rahmen dieser Arbeit ist sie im stetigen Austausch mit Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Kreativitäts- und Hirnforschung. 2019 ist ihr erstes Buch „Glücks-Spiel“ erschienen, in dem es um die psychologischen, philosophischen und neuropsychologischen Grundlagen des Klavierspiels geht. Zusammen mit dem Musik- und Kulturpsychologen Prof. Dr. Helmut Reuter stellt sie in der Vortragsreihe „Psychologie und Musik“ die kulturpsychologische Bedeutung der Klavierwerke im Geist ihrer Zeit vor und eröffnet dem Publikum so eine ganz neue Sichtweise auf die musikalischen Interpretation und für das Verständnis der Werke.

Paul Badura-Skoda bezeichnete sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation.

April 2020

 

Wir bitten Sie, diese Biographie unverändert abzudrucken. Auslassungen und Veränderungen sind nur nach Rücksprache mit der Agentur gestattet. Die Biographie können Sie hier als pdf herunterladen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Künstlerin.