Duo Concertante

Die Überschrift von Beethovens Kreutzersonate lautet: „in stilo molto concertante“ – die Instrumente sollen gleiche dynamische Stimmen haben. Dies ist das Anliegen des Duo Concertante: die vollständige Gleichberechtigung der beiden Instrumente.  Die Kreutzersonate war jenes Stück, mit dem das Duo im Jahr 1997 die Bühnenwelt mit „musikalischem Dynamit“ (Hallifax Chronicle Herald) eroberte.

In den darauffolgenden zwanzig Jahren hat sich das Duo Concertante zum führenden Duo in Canada entwickelt. In Europa sind sie noch ein Geheimtipp, finden aber einen immer größer werdende Fan-Gemeinde

Beethovens Violinsonaten blieben stets ein wesentliches Element des Repertoires des Duo Concertante. Ein Aufnahmezyklus Beethovens kompletter Sonaten für Violine und Piano, erschien im April 2013 beim Label Marquis Classics.

Die Wiener Zeitung über die Beethoven-Sonaten: “So ist es ein wundervolles Geben und Nehmen, das in aller stillen Größe auch Spannung und Leidenschaft findet.  Begeisternd!”

Und noch ein Zitat aus der Zeitschrift Gramophone: “Deeply integrated performances that flow naturally as if the music were being created on the spot.  Splendid… a miracle of knowledge and poetry.”

Nancy Dahn (Violine) und Timothy Steeves (Klavier) haben einen vollen Konzertplan mit Engagements an vielen Häusern Nordamerikas, Europas und Chinas. Als Duo Concertante spielten sie schon unter anderem in der Wigmore Hall (London), Chapelle du Bon-Pasteur (Montreal), auf Schloss Nymphenburg (München), in der Historischen Stadthalle Wuppertal, The Old First Church (San Francisco), Los Angeles County Museum of Art, Roy Thomson Hall, Four Seasons Performing Arts Centre (Toronto), The National Arts Centre (Ottawa), in der Konzerthalle der Verboten Stadt Beijing und zuletzt auch im kleinen Saal der Carnegie Hall in New York City.

Nancy Dahn und Timothy Steeves lehren als Professoren an der Memorial University in St. Johns Kanada. Beide sind charismatische und erfahrene Lehrer, die bereits eine Vielzahl von Meisterkursen in Kanada, den Vereinigten Staaten und in China gegeben haben. Ihr Engagement und Interesse im Bereich der Weiterbildung junger Musiker markiert das jährliche “Tuckamore Chamber Music Festival”, das die beiden im Jahr 2000 gegründet haben, um junge Kammermusiker zwei Wochen lang mit Weltklasse-Interpreten zu einem intensiven Lern- und Klangerlebnis zusammenzubringen. Als künstlerische Leiter dieses Festivals treffen sie sich mit internationalen Künstlern aus aller Welt.

In den letzten Jahren sind beim Label Marquis folgende CDs erschienen:

MacDonald and Mendelsson Double Concertos (2015), J.S. Bach Alles Sonaten für Violine und Clavier (2016), Incarnation (Commissioned works) (2017), und Perfect Light (Original Christmas Arrangements) (2017).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Duo.

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Elena Gaponenko

Die seltene Doppelbegabung von Pianistin und Cellistin Elena Gaponenko hat sich schon sehr früh geäußert: sie begann im Alter von 4 Jahren zwei Instrumente zu spielen. Ihre Ausbildung verlief von Anfang an professionell. Mit 9 Jahren trat sie zum ersten Mal als Solistin mit Orchester auf. Sie wurde an beiden Instrumenten an den berühmtesten Spezial- Musikschulen in Moskau  unterrichtet: an der Zentralmusikschule beim Moskauer Konservatorium und an der Gnessyny-Spezialmusikschule, welche sie mit Auszeichnung absolvierte. Es folgte das Studium an den Musikhochschulen Detmold und Köln in Deutschland und an der Hogeschool voor Muziek Maastricht in Niederlanden. Anschließend absolvierte sie das Konzertexamen im Fach Klavier und im Fach Violoncello („cum laude“).

Während Ihres Studiums und bei Meisterkursen erhielt sie prägende Impulse von Koryphäen, wie Prof. Karina Georgian, Prof. Mirel Jancovici, Prof.Maria Kliegel, Prof. Dmitri Ferschtman, Prof. Bernhard Greenhouse, Prof. Anatol Ugorski, Prof. Pavel Gililov, Prof. Wladimir Krainev, Alexander Bakulov, Sergej Dijour, Lydia Fichtenholz u.a.

Sie ist an beiden Instrumenten Preisträgerin und Diplomandin internationaler Wettbewerbe. In den letzten 20 Jahren konzertierte sie als Solistin und als Kammermusikerin bei vielen international angesehenen Festivals, Konzertreihen und in renommierten Sälen, u.a. in Russland, Litauen, Deutschland, Österreich, England, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien und Italien, darunter auch im Schloss Mirabell in Salzburg, im Palais Wittgenstein in Düsseldorf oder im Tschaikowski Saal in Moskau.

2015 erschien ihre im Leipziger Gewandhaus vom Label Genuin aufgenommene CD „Duo for one“ mit solistischen und kammermusikalischen Werken, auf der Elena Gaponenko beide Instrumente gleichzeitig spielt. Das Rhein-Main-Magazin adelte diese Einspielung mit der Aussage „Vollkommene Einheit“.

Bereits seit 2004 bespielt sie wertvolle Celli der Schweizer Maggini-Stiftung und wurde durch den LMN-Verein Yehudi Menuhin, die Friedrich-Naumann-Stiftung und das Exzellenz-Programm der UdK Berlin gefördert.

Als eine progressive Pädagogin doziert Elena Gaponenko seit 2008 an verschiedenen Hochausbildungsstätten in Europa, u.a. an der Universität für Musik Wien, Universität der Künste Berlin, Dr. Hoch’s Konservatorium Frankfurt am Main, Robert-Schumann Hochschule Düsseldorf und Hochschule für Künste Bremen. 2009-2014 engagierte sie sich als Mitgründerin und künstlerische Leiterin der Konzertreihe „Weltstars der Zukunft“ für das Etablissement und Erhalt des Interesses an der klassischen Musik, sowie für die Förderung von jungen Talenten und erfahrenen Musikern.

Elena Gaponenko versteht sich als eine Art Dolmetscherin, welche die Musik durch sich hindurchfließen lässt, und die klangliche Essenz der darin verschlüsselten Botschaften dem Publikum zugänglich macht. Die Bühne ist ihre Berufung und sie empfindet höchste Erfüllung bei dem direkten Kontakt zum Publikum. Bei ihren Auftritten geht es nicht nur um die technische Perfektion, sondern vielmehr um die Vermittlung der Philosophie von Komponist und Komposition.

Hörbeispiel: Rachmaninov – Vocalise

 

CD-Rezension zu Elena Gaponenkos Doppelalbum Opus 8

[Her] performances of music by Lyadov, Medtner, Lyapunov and Scriabin on the keyboard goes beyond mere facility; this is the work of a mature artist, and one who digs into the keyboard like a tigress. She doesn’t coax the music out of her keyboard, she tears it out. […]

[The group of Scriabin’s Op. 8 Études are still] written during his Chopin-influenced period [.] Gaponenko removes much of the Chopin delicacy by playing them with a clarity and lack of self-indulgent Romanticism. […]

There always seems to be a restlessness just under the surface of his music that cries out for release, and Gaponenko releases that mood in her performances.

I admit to being surprised by Gaponenko’s cello CD […] I wasn’t prepared for her depth of sound. This is real old-fashioned cello playing of the sort that reminds one of such names as Starker or Rostropovich. […]

The Sibelius Variations for Solo Cello, […], is full of interesting passages, each of which Gaponenko plays with both facility and emotion. Unlike many of today’s cellists, her tone is solid as a rock from top to bottom — her high range, amazingly, has the same depth of tone as her lower—and one is scarcely aware of the bow hitting the strings. It almost sounds as if the cello is playing itself.

If the Sibelius was an interesting discovery, the Ligeti sonata was a revelation. Despite some pitch-bending on certain notes, the Hungarian composer wrote here in a far more tonal and lyrical vein than anything else I had ever heard by him, and Gaponenko takes full advantage of this rare lyric streak to infuse the music with emotion.

Lynn René Bayley, The Art Music Lounge, 06.01.2018

Ana-Marija Markovina

„Ana-Marija Markovina, vero astro nascente nel panorama solistico internazionale.“ (Il Tempo, Rom)

„Wo man in diese Box hineinhört: das singt und perlt, rauscht und flüstert … das klingt insgesamt luzide und transparent, subtil im Pedal, (…). Vieles ist da: Geist und Witz, Spontaneität und Raffinement, Melancholie und Spritzigkeit.“ (Concerti)

„Ihr großer Klavierstil zeigte sich bei Franz Liszt, sie erinnerte hier an Paganinis virtuose Spielkunst, auf das Klavier übertragen.“ (Westfälische Rundschau)

„Dies ist ab sofort die erste Anlaufstelle, wenn es um die Klaviermusik des „für eine Legion geltenden“ Bach geht. (Fono forum)

„Es ist sogar so, dass Markovina darauf im besonderen Maße herausarbeiten kann, was heute an Carl Philipp Emanuel wieder fasziniert – gerade das Experimentelle und Unausgeglichene nämlich, das Antiklassische.“ (Die Zeit)

Ana-Marija Markovina ist eine authentische und unkonventionelle Künstlerin. Der Klassikbetrieb ist zu einem harten Geschäft geworden, sie aber hat nie aus dem Blick verloren, dass Musik Freiheit braucht, die Lust am Unkalkulierbaren und am Wagnis. Für sie ist der Mensch hinter der Musik immer Vorbild und Motivation.

Schon im Alter von vier Jahren wollte die gebürtige Kroatin, die seit ihrem zweiten Lebensjahr in Deutschland lebt, unbedingt Pianistin werden. Ihr Klavierstudium führte sie nach Detmold, Weimar und Berlin. Während dieser Zeit erweiterte sie ihre Perspektiven durch intensive Auseinandersetzung mit der Kunst-, Kultur- und Weltgeschichte. Wichtige Impulse – wie die technische Perfektion der „Russischen Schule“ oder die Aneignung der Tradition der „Wiener Schule“ – bekam sie von so bedeutenden Lehrern wie Vitaly Margulis, Anatol Ugorski und Paul Badura-Skoda.

Ana-Marija Markovina feierte umjubelte Konzerte mit vielen Orchestern in Deutschland, in Europa, Amerika und Asien, wie z.B. mit dem Oulu Symphony Orchestra (Finnland), der Philharmonie Stettin (Polen), Philharmonie Königsberg (Russland), der Radio-Philharmonie Bukarest, mit dem New Japan Philharmonic Orchestra. Ihr Japan-Debüt fand im Rahmen des Internationalen Piano Festivals in Yokohama statt, woraufhin sie in alle wichtigen Musikzentren Japans eingeladen wurde. Sie war u.a. Gast bei den Bach-Wochen Ansbach, beim Hamburger Bachfest, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Klavier-Festival Ruhr, Hohenloher Musiksommer, Beethovenfest Bonn, den Musikfesttagen in Frankfurt/ Oder, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Festspielen Europäische Wochen Passau, dem Internationalen Piano Stars Festival in Lettland und dem Festival Estoril in Portugal.

Ihre ausgiebige Konzerttätigkeit als Solistin führt sie regelmäßig an die wichtigen Spielorte wie die Philharmonie und das Konzerthaus Berlin, Laeiszhalle Hamburg, Beethovenhalle Bonn, Prinzregententheater und Herkulessaal München, Liederhalle Stuttgart, Meistersingerhalle Nürnberg, Glocke in Bremen und viele andere. Im Ausland spielte sie in den großen Sälen von Wien, Rom, Mailand, London, Amsterdam, Luxemburg, Bukarest, Sofia, Thessaloniki, St. Petersburg, Kiev, Taschkent, Managua, San Salvador, Panama, Mexiko, Guatemala, San José, Chicago, Washington DC, Tokio, Kioto, Osaka, Nagoya, Sapporo sowie in weiteren 20 Ländern.

Ihr Japan-Debüt fand im Rahmen des Internationalen Piano Festivals in Yokohama statt, woraufhin sie in alle wichtigen Musikzentren Japans eingeladen wurde. Sie war u.a. Gast bei den Bach-Wochen Ansbach, beim Hamburger Bachfest, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Klavier-Festival Ruhr, Hohenloher Musiksommer, Beethovenfest Bonn, den Musikfesttagen in Frankfurt a.d. Oder, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Festspielen Europäische Wochen Passau, der Semaine Sainte en Arles oder dem Internationalen Piano Stars Festival in Lettland.

Ihre Diskographie hält einige Überraschungen parat, so z.B. die Weltersteinspielungen der Gesamtklavierwerke von Hugo Wolf und Luise Adolpha Le Beau (bei Genuin), sowie Engelbert Humperdincks vierhändige Fassung von Wagners „Parsifal“ (Gramola, mit C. Garben). Auch ist die Auseinandersetzung mit der musikalischen Welt Carl Philipp Emanuel Bachs von großer Bedeutung für Ana-Marija Markovina: Im Februar 2014 erschien zum 300. Geburtstag des Komponisten auf 26 CD’s ihre Einspielung des gesamten Klavierwerks bei Hänssler Classic und erzeugte sowohl national als auch international ein riesiges Medienecho. Die Aufnahme wurde weltweit begeistert als ein diskographischer Meilenstein gefeiert und erhielt im Mai 2014 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Zahlreiche Rundfunk- und Fernseh-Aufnahmen in Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika, Russland und Asien, Konzert-Mitschnitte und weitere CD-Produktionen (Hänssler Classic, Sony Classical, Gramola, Marc Aurel, Genuin etc.) vervollständigen ihr Profil und dokumentieren ihre unverwechselbare Handschrift.

2017 wurde die Aufnahme des gesamten Solo-Klavierwerks von Anton Urspruch bei Hänssler Classic veröffentlicht und von den Medien und Feuilletons gleichermaßen gefeiert. 2018 sorgte die Einspielung des gesamten Solo-Klavierwerkes von Anton Bruckner – darunter 13 Weltersteinspielungen von Stücken aus Kitzlers Studienbuch, die nur als Faksimile existieren – für besondere Aufmerksamkeit. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen in Deutschland, Europa, Nord- und Südamerika, Russland und Asien, viele Konzert-Mitschnitte und ihre mittlerweile über 40 CDs zählende Diskographie vervollständigen ihr Profil und dokumentieren ihre unverwechselbare Handschrift.

Zur Zeit bereitet Ana-Marija Markovina, neben anderen Projekten, die Aufnahmen der gesamten Solo-Klavierwerke von  Felix Mendelssohn Bartholdy vor.

Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Komponisten Stefan Heucke, dessen Variationen mit Haydn op. 85 sie 2017 unter der Berliner Reichstagskuppel uraufführte. 2018 folgte die Uraufführung von Heuckes 3. Sonate beim Hohenloher Kultursommer und ihr umjubelter Auftritt mit den Variationen op. 85 am 3. Oktober 2018 zum Festakt des Tags der Deutschen Einheit im Alten Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Bonn auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im Dezember 2019 hat sie in Amsterdam Stefan Heuckes Diabelli-Variationen uraufgefüht – im September 2021 folgt die Uraufführung von Heuckes Klavierkonzert mit dem Symphonieorchester Münster unter der Leitung von Golo Berg.

Im Frühjahr 2019 erschien ihre neueste CD mit den Klavierkonzerten von Edvard Grieg und Franz Berwald bei Hänssler Classic, gespielt mit dem Schleswig-Holsteinischen Landesorchester unter der Leitung von Peter Sommerer. Im Mai spielte sie beim Eröffnungskonzert des Hohenloher Musiksommers die Uraufführung des für sie geschriebenen Klavierkonzerts des Mailänder Komponisten Federico Biscione mit der Russischen Kammerphilharmonie unter der Leitung von Juri Gilbo.

 

Ana-Marija Markovina widmet sich mit großer Passion der pädagogischen Arbeit. Ihre weltweiten, internationalen Meisterkurse ziehen eine große Anzahl von Teilnehmern an. Sie verfügt über ein außergewöhnliches Einfühlungsvermögen, was Persönlichkeit, den Ausbildungsstand und das Können der Studenten und Schüler betrifft. Auf den Aspekt eines allgemeinen Bildungsfundaments legt die Pianistin besonderen Wert.

Ein Hauptakzent ihrer Arbeit besteht in der Auslotung der Psychologie der Komponisten und in der Erforschung der Seele ihrer Werke. Im Rahmen dieser Arbeit ist sie im stetigen Austausch mit Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Kreativitäts- und Hirnforschung. 2019 ist ihr erstes Buch „Glücks-Spiel“ erschienen, in dem es um die psychologischen, philosophischen und neuropsychologischen Grundlagen des Klavierspiels geht. Zusammen mit dem Musik- und Kulturpsychologen Prof. Dr. Helmut Reuter stellt sie in der Vortragsreihe „Psychologie und Musik“ die kulturpsychologische Bedeutung der Klavierwerke im Geist ihrer Zeit vor und eröffnet dem Publikum so eine ganz neue Sichtweise auf die musikalischen Interpretation und für das Verständnis der Werke.

Paul Badura-Skoda bezeichnete sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation.

April 2020

 

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David Alexander Rahbee

 

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© Michael Williams

Der aus Boston stammende Dirigent David Alexander Rahbee studierte an der Pierre Monteux School in Hancock im US-amerikanischen Bundesstaat Maine bei Charles Bruck und Michael Jinbo sowie an der Indiana University (Violine und Komposition), am New England Conservatory (Dirigieren) und der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Seine künstlerische Ausbildung perfektionierte er zudem durch Meisterkurse bei Kurt Masur, Sir Colin Davis, Jorma Panula, Zdeněk Mácal, Peter Eötvös, Zoltan Pesko, Helmut Rilling und Otto-Werner Mueller.

Von 1997 bis 2001 war David Rahbee Dirigent und Künstlerischer Leiter des Fidelio Chamber Orchestra in Cambridge/Massachusetts, von 2002 und 2005 arbeitete er als Assistent von Marcello Viotti.

2003 bekam er von der Amerikanisch-Österreichischen Gesellschaft das „Herbert-von-Karajan-Stipendium“ für junge Dirigenten, 2005 auch das Internationale Richard-Wagner-Verband-Stipendium zugesprochen.

Bei den Salzburger Festspielen 2003 arbeite er als Assistent mit dem Internationalen Attergau Institut-Orchesters, wo er auch mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und Gastdirigenten wie Bobby McFerrin künstlerisch zusammentraf.

Beim Internationalen Bartók-Festival in Szombathely dirigierte er regelmäßig das Schlusskonzert mit dem Savaria Symphony Orchestra. Er arbeite mit dem RTE National Symphony Orchestra of Ireland, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchester der Dresdner Hochschule, bei den Internationales Goppisberger Musikwochen (Schweiz), mit dem Armenian Philharmonic Orchestra, der „Cool Opera“ von Norwegen (Mitglieder der Stavanger Symphonie), dem Savaria Symphonie-Orchester (Ungarn), dem Schönbrunner Schloss Orchester (Wien), der Gächinger Kantorei, dem Bach-Kollegium Stuttgart und dem Divertimento-Ensemble von Mailand zusammen.

Im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters erarbeitete Rahbee mit dem Divertimento-Ensemble die szenische Aufführung von Bruno Madernas Kammeroper „Satyricon“ sowie die italienische Erstaufführung von Helmut Lachenmanns „Mouvement – Vor der Erstarrung“. Lachenmann hob dabei besonders Rahbees „technische Präzision und zugleich höchste Musikalität“ hervor.

Seine Bearbeitung der Ouvertüre von Rossinis Barbiere de Siviglia für Posaunen-Quartett wurde vom „Four-of-a-kind“-Quartett, welches sich aus den wohl weltbesten Posaunisten zusammensetzt, auf CD aufgenommen und bei Warwick Music in England publiziert.

Zudem arbeitet Rahbee mit dem Boston Symphony Orchestra und der Wiener Staatsoper im Bibliothekarsbereich zusammen. Als Komponist schrieb David Alexander Rahbee bereits über 40 Werke, zudem spielte er Violine im New Yorker „Prometheus Chamber Orchestra“.

Seit September 2013 ist er musikalischer Direktor der Universität of Washington in Seattle.

 

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© Xenia Bluhm

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© Michael Williams

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© Whatcom Symphony

 

Federico Biscione

In seiner Musik, die in ihrem Ausdruck über die Avant-Garde hinausweist, sucht Federico Biscione bewusst die Verbindung zum Publikum: Seine musikalische Sprache bewegt sich im freitonalen Raum, bleibt dabei dem Verständnis des Hörers zugänglich und fühlt sich gleichermaßen dem zeitgenössischen und dem traditionellen Stil verbunden.

Der in Tivoli (Rom) geborene Komponist Federico Biscione studierte am Konservatorium “A. Casella” in L’Aquila, wo er Diplome in den Hauptfächern Klavier (1985), Komposition (1990) und Dirigieren (1993) erwarb. Schon während seiner Studienzeit unterrichtet er Klavier und Harmonielehre. 1985 wird zum ersten Mal eine seiner Kompositionen uraufgeführt (Sonatina Giocattolo – Spielzeug-Sonatine), die später auf CD bei dem römischen Verlag Beat Records erscheint. Von diesem Zeitpunkt an widmet er sich immer mehr dem Komponieren. Bei Vieri Tosatti lernt er das nötige Handwerk um seine Kompositionen zu realisieren, die nun in Italien mehr und mehr aufgeführt oder im Radio gesendet werden (RAI 1, RAI 3). Als Komponist hat er sich sowohl der Klaviermusik als auch der Kammer- und Orchestermusik gewidmet, und damit in allen Bereichen der klassischen Musiktradition betätigt. Seine Werke bewegen sich, schon von Anfang an, im Bereich einer freien Tonalität, in welcher die Dissonanzen die tonalen Strukturen nicht ganz verdunkeln: auf diese Weise verbindet er in seiner Musik das Zeitgenössische mit dem Erbe jener großen Komponisten des 20. Jahrhunderts, welche die Notwendigkeit verspürten, den Dialog mit dem Publikum aufrecht zu erhalten.

Zwischen 1997 und 1999 vertieft er besonders seine Dirigierstudien und sammelt zahlreiche Erfahrungen. Er ist Meisterschüler von Gianluigi Gelmetti an der Accademia Chigiana di Siena und bei den Pomeriggi Musicali Mailand. In dieser Zeit unterrichtet er Komposition und Harmonielehre am Konservatorium in L’Aquila. 1999 gewinnt er den Nationalen Wettbewerb der italienischen Konservatorien für “Fuge und Komposition”.

2001 bis 2005 lebt er in Mailand, wo er unter anderem für das Teatro Regio Turin (Il Pifferaio magico – Der Rattenfänger von Hameln), das Orchestra I Pomeriggi Musicali Mailand (Dalla soffitta – Aus der Dachstube), das Kammerorchester Milano Classica (Tropico dello Scorpione, Ego alter), und das Orchester der Staatlichen Universität Mailand (Hanno, Aus Rilkes Bildern) komponiert. Auch viele seiner Transkriptionen fallen in diese Zeit, so eine Version für sieben Instrumente der mozartschen Zauberflöte (im Teatro Regio Turin inszeniert) und eine Fassung für Mezzo und Streichorchester von Im Volkston, vier Lieder Op. 73 von Antonín Dvořák (für das Orchestra I Pomeriggi Musicali). Neben seiner freien Tätigkeit als Komponist arbeitet er als Kopist für den Casa Musicale Sonzogno Musikverlag, der auch Hauptherausgeber seiner eigenen Kompositionen ist.

2005 bis 2007 arbeitet und studiert er in Leipzig (als Stipendiat der Hochschule für Musik und Theater); hier werden auch viele seiner Werke uraufgeführt: The Mermaid, Myricae, Verkündigung, Mozart. Eine Biographie, Windmühlen – die beiden letzten in Chemnitz als Auftragswerke der Robert-Schumann-Philharmonie. Der MDR widmet ihm eine einstündige Sendung, in der neben einem Interview zahlreiche Ausschnitte seiner Kompositionen ausgestrahlt werden.

Seit 2007 lebt Federico Biscione in Bologna, wo er als Manager des Orchesters und Chors des Teatro Comunale di Bologna arbeitet. Umgezogen 2009 nach Mailand, wird er seit Ende 2009 Professor für Komposition im Konservatorium Bari.

Einige seiner jüngsten Werke sind: Immersüßes Land für Gesang und Klavier, basierend auf einem Text Rainer Maria Rilkes, aufgeführt von der Accademia Musicale Chigiana in Sienna unter Veronica Simeoni, Evocations and Songs für Streichorchester (Uraufführung in Mikkeli, Finnland), Divertissement on Popular Christmas Themes für Klavier und Streichorchester (im Auftrag des Silesia Kammerorchester von Katowice, Polen) und Oro e argento fine für Gesang und Klarinetten, basierend auf einem Text von Dante und uraufgeführt im Rahmen des 35. Montepulciano International Arts Workshop. Seine Werke werden bei Casa Musicale Sonzogno, Ricordi Universal Music Publishing sowie bei Pentaflowers and Sconfinarte veröffentlicht.

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